Unser Weihnachten 2007

Unser WeihnachtsbaumDamit unsere Freunde einmal einen kleinen Einblick bekommen, wie wir in Spanien Weihnachten feiern, schreibe ich jetzt einmal den Ablauf von unserem 24. und 25. Dezember auf. Schon mal vorweg gesagt, vergessen wir den 26. hier gleich wieder ganz schnell, weil es in Spanien nur EINEN Weihnachtsfeiertag gibt und die Kinder hier auch traditionell ihre Geschenke sowieso erst am 6. Januar von den heiligen drei Königen gebracht bekommen, was ja so gesehen eigentlich auch viel logischer ist. Der zweite Feiertag ist hier ein ganz normaler Arbeitstag, was wahrscheinlich daran liegt, daß die Spanier ja über das Jahr verteilt schon viele, viele andere Feiertage haben von denen man in Deutschland nicht einmal den Namen kennt...
Also am 24. haben wir eigentlich ganz normal begonnen, wie an jedem anderen Tag, nur das Wetter war ausnahmsweise mal nicht so gut wie sonst. Chris hatte zum Glück mal frei, das heißt erst mal ausschlafen und dann frühstücken. Danach sind Chris und ihre Mutter noch die letzten Einkäufe machen gegangen und ich habe mich wieder in unser Zimmer verzogen, um ein wenig am Computer zu werkeln. Nachdem Chris und ihre Mutter wieder da waren und die Einkäufe verstaut hatten, hat sich meine Frau auch noch ein wenig die Zeit mit ihrem Lieblingsspiel auf meinem Handy vertrieben, während ich zwei Folgen meiner Lieblingsserie mit der auch in Deutschland sehr bekannten gelben Zeichentrickfamilie angesehen habe, die hier in Spanien praktischerweise täglich um 14.00 Uhr läuft. Auf das Mittagessen haben wir beide in Erwartung der abendlichen Völlerei nämlich schon mal verzichtet. Um 16.00 Uhr sind wir dann in die Küche gegangen um die Vorbereitungen für unser Festtagsmenü langsam aber sicher in Angriff zu nehmen. Dieses Jahr haben wir uns einmal ein für Spanien etwas untypisches Essen ausgedacht: Entenbrust mit Semmelknödel und Rotkraut. An dieser Stelle müssen wir uns glaube ich erst mal bei den großen deutschen Filialisten (z.B. Aldi, Lidl oder Plus) dafür bedanken, daß sie auch den spanischen Markt für sich entdeckt haben und dafür sorgen, daß man hier heutzutage auch so manche Lebensmittel aus Deutschland bekommt, die der Spanier an sich eher etwas skeptisch betrachtet. Also das Kochen an sich werde ich jetzt hier mal übergehen. Jedenfalls haben wir dann so um 18.00 Uhr mal langsam Canela mit Deckeangefangen mit ein paar Miesmuscheln und anderen Kleinigkeiten als Vorspeise. Als nächstes kam dann die Ente und danach die Bescherung, weil irgendwie konnte meine Schwiegermutter das Warten auf ihr Geschenk nicht länger aushalten. Danach kam noch der Nachtisch, Milchreis mit Baiserhaube, auf den ich wegen akuter Atemnot dann doch lieber verzichtet habe. Ja, man sollte doch während dem Kochen nicht schon so viel probieren, aber irgendwie schmeckte es einfach zu gut. Möglicherweise war auch der dritte Semmelknödel einer zuviel? Jedenfalls haben wir nach dem Essen noch einen kleinen Kaffee und einen Hierbas (Galicischer Kräuterschnaps) verkonsummiert und dann noch ein paar Runden Escoba (spanisches Kartenspiel) gespielt und einen schönen, ruhigen Abend verbracht.
Der 25. war dann schon eher wieder ein ganz normaler Tag, wenn da nicht noch dieses Völlegefühl vom Vortag gewesen wäre. Chris mußte morgens schon wieder zur Arbeit. Ja, manchmal merken wir schon, was es für Nachteile hat, wenn man im Gastgewerbe tätig ist und ich bin wieder vor dem Computer gesessen. Mein neuestes Vergnügen sind Besuchertauschprogramme und Paid4-Dienste, bei denen man gratis zu Werbung für seine Page kommt. Wir wollen ja, daß unsere Seite mal so langsam etwas bekannter wird und damit habe ich mich halt die letzten Tage etwas beschäftigt. Es ist nur gut, daß momentan das Wetter nicht so dafür geeignet ist, um auf unserer Baustelle im Vorgarten weiterzumachen. Dann ist das schlechte Gewissen nicht ganz so groß, denn eigentlich wollte ich damit dieses Jahr noch fertig werden. Aber vielleicht ist es ganz gut sich hier eine kleine Anleihe bei der spanischen Mentalität zu holen:

mañana...

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