Die Costa Blanca

 

Ortschaften von L-P

 

La Nucia

Karte: La NuciaDSC04706Ein eigentlich relativ ruhiger Ort im Hinterland von Benidorm, der wahrscheinlich heute noch nicht sehr bekannt wäre, wenn nicht ein findiger schwedischer Barbesitzer 1982 auf die Idee gekommen wäre, hier einen Flohmarkt zu veranstalten um den Umsatz seines Lokales etwas anzukurbeln. Hieraus entstand einer der größten Rastros der Costa Blanca und jeden Sonntag vormittag tummeln sich in La Nucia viele Touristen und Sonntagsausflügler um die laut Aussage des Rathauses bis zu 700 Verkaufsstände. Neben dem Tourismus lebt La Nucia hauptsächlich von der Landwirtschaft mit den für die Region typischen Mandeln, Oliven, Mispeln und Zitrusfrüchten.
In La Nucia lohnt sich ein Besuch der 1803 erbauten Kapelle Ermita de San Vicente Ferrer und der Ermita de San Rafael, des alten Gemeinschaftswaschplatzes von 1924 und des Parkes Font la Favara mit seinem Wasserfall und der typischen mediterranen Vegetation. Auch lohnenswert ist ein Ausflug auf den Mont del Calvari, von dem aus man eine schöne Aussicht über La Nucia und das angrenzende Umland bis zum Mittelmeer hat.
Zu erreichen ist der etwa 50 km von Alicante entfernte Ort La Nucia über die Autobahn AP-7 oder die Nationalstraße N-332 bis Benidorm, von wo aus man dann auf die CV-70 in Richtung Callosa de Ensarriá abbiegt.

↑zurück↑


Monforte del Cid

Karte: Monforte del CidEine kleine Gemeinde, etwa 20 km von Alicante entfernt und von dort aus über die Autobahn A-31 Alicante-Madrid erreichbar. Interessant ist die Namensgebung des Ortes nach dem naheliegenden Gebirgszug Sierra del Cid und um diese Gegend ranken sich verschiedene Legenden, die den Ende des 11. Jhd. in Valencia verstorbenen spanischen Volkshelden El Cid Campeador (Rodrigo Díaz de Vivar) mit dieser Landschaft in Verbindung bringen. Sehenswert in Monforte del Cid ist der mittelalterliche Stadtkern um die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de las Nieves, das ehemalige Kurbad Balneario de Orito, das Kloster Convento de San Pascual y de la Virgen de Orito mit dem kleinsten Marienbildnis der Welt auf einer Größe von 40mm und die Kapellen Ermita de San Pascual und Ermita de San Roque.
Bemerkenswert für die Wirtschaft von Monforte del Cid ist die dortige Marmorproduktion, die 60% des gesamten in Spanien hergestellten Marmors liefert und die Landwirtschaft, die sich hauptsächlich auf die Produktion von Tafeltrauben konzentriert und die Herstellung verschiedener Liköre, unter denen besonders ein Kaffeelikör namens Monfortino hervorsticht.

↑zurück↑


Monóvar

Karte: MonóvarDer etwa 35 km von Alicante entfernte Ort Monóvar ist vor allem bekannt für seine Schuh- und Lederwarenfabrikation, für die hier hergestellten Korbwaren, für die Spitzenklöppelei, die in Monóvar auch in einer in Spanien einmaligen Klöppelschule vermittelt wird und für den roten alicantiner Marmor, der hier abgebaut wird. Ein bemerkenswertes Erzeugnis der Landwirtschaft um Monóvar ist der aus den hier angebauten Monastrell-Trauben gekelterte Fondillón-Wein.
Dem berühmtesten Sohn der Stadt, dem Poeten und Schriftsteller Azorín, mit bürgerlichem Namen José Augusto Trinidad Martínez Ruiz (1873-1967), ist hier in einem ehemaligen Wohnhaus aus dem 19. Jhd. ein Museum gewidmet, das Casa Museo Azorín. Hier kann man verschiedene Räume besichtigen, die Einblick in das Leben dieses großen alicantiner Autors gewähren. Bei einem Rundgang durch die Stadt kann man noch viele erhaltene Gebäude aus dem 18. Jhd. sehen, beispielsweise die Kapelle Ermita de Santa Bárbara, die Kirche des ehemaligen Kapuzinerklosters, die Barock-Kirche Iglesia de San Juan Bautista und den 1743 von dem alicantiner Tomás Terol erbauten, 18m hohen Uhrturm, Torre del Reloj. Nicht zu vergessen sind die Reste der Burg von Monóvar aus dem 12. Jhd., die auf einem Hügel über der Stadt liegen.

↑zurück↑


Murla

Karte: MurlaMurla ist eine kleine Gemeinde im Hinterland der Costa Blanca, etwa 85 km von Alicante und 15 km von Denia entfernt und lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft mit Mandel- und Orangenpflanzungen. Der Ort ist die Wiege des valencianischen Pelota, einem speziellen Manschaftsballsports, der auf der Straße oder in besonderen Stadien gespielt wird und in Murla gibt es eine Sportschule, aus der viele der besten Pelotaspieler kommen. Sehenswert ist in Murla die restaurierte Wehrkirche, die auf eine im 13. Jhd. entstandene Burg zurückgeführt wird.

 

 

↑zurück↑


Muchamiel

Karte: Muchamieldsc04515Die etwa 10 km von Alicante entfernte Stadt Muchamiel oder auf valencianisch Mutxamel ist vor allem bekannt für die Muchamiel-Tomaten, deren Anbau einen großen Teil der landwirtschaftlichen Fläche Muchamiels einnimmt. Neben dem Ackerbau im Bereich des Rio Monegre, den schon die Araber für die Bewässerung nutzbar machten, indem sie Stauseen und Wasserleitungen anlegten, woher diese Gegend auch den Namens Huerta de Alicante bekam, existiert in Muchamiel auch noch eine ausgewogene Industrie.
Sehenswert in dem Ort sind vor allem die vielen Gebäude aus den verschiedenen Jahrhunderten. Die Kirche Iglesia de El Salvador aus dem 16. Jhd. mit ihrem Turm, der um die gleiche Zeit wie die Kirche als Wachturm gebaut und im 19. Jhd. in einen Glockenturm umgewandelt wurde. In Muchamiel gibt es noch zwei erwähnenswerte Türme, den Torre de Ferraz oder auch Torre de Mira genannt, der in die Villa des Grafen von Ferraz eingebunden ist und der Turm Torre de las Paulinas aus dem 16. Jahrhundert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das 1605 erbaute Franziskanerkloster, der Palast Palau dels Peñacerrada aus dem 18. Jhd. und die Kapellen Ermita de Monserrat und Ermita del Calvari.
Auch noch erwähnenswert ist, daß Muchamiel über einen Flugplatz für Sportflugzeuge und einen Golfplatz verfügt.

↑zurück↑


Novelda

Karte: NoveldaDas heutige Novelda liegt im Bereich des früher nur von Mauren bewohnten Siedlungsteiles, während die Christen Noveldas um den Hügel La Mola siedelten, auf dem heute noch die Reste der Burg aus dem 12. Jhd. zu sehen sind, die über einer römischen Befestigungsanlage errichtet wurde. Dieser etwa drei Kilometer von der Stadt entfernte Teil wurde aber Anfang des 17. Jhd. von den Christen nach der Vertreibung der Mauren zu Gunsten der heutigen Stadt Novelda aufgegeben, da damit auch die Burg ihre strategische Bedeutung verlor. Besonders bemerkenswert an dieser Burg ist ihr dreieckiger Turm, der Torre de las Tres Esquinas, der in seiner Art einzigartig in Europa sein soll. Direkt vor der Burg steht ein weiteres sehenswertes Gebäude, das Santuario de Santa María Magdalena, ein 1918 begonnenes und erst DSC04815im Jahr 1946 fertiggestelltes Bauwerk, daß mit seinen zwei 25 m hohen Türmen eine starke Ähnlichkeit mit Antonio Gaudis Kirche Sagrada Familia in Barcelona bestitzt, was auch nicht verwundert, da der Baumeister dieses Werkes, José Sala Sala aus Novelda, vorher in Katalonien Gaudis Gebäde studierte. Im Ort Novelda gibt es noch verschiedene DSC04810bemerkenswerte Häser zu betrachten, unter anderem das Rathaus aus dem 17. Jhd. mit den typischen Arkaden im Erdgeschoss, welches als Warenbörse diente, die Kirche Iglesia de San Pedro, erbaut im 16.Jhd. und im Jahre 1910 mit einem neuen Glockenturm versehen, die Kirche Iglesia de San Roque, im Jahr 1668 fertiggestellt und die Kapellen Ermita de San Felipe und Ermita del Pas dels Dolors.
Wichtig für die Wirtschaft Noveldas ist die Landwirtschaft, hauptsächlich der Anbau von Tafeltrauben, der Abbau von Marmor und Natursteinen, sowie ein spezieller Industriezweig, der sich auf die Verpackung und den Handel mit Gewürzen und Tee konzentriert.
Zu erreichen ist das etwa 30 km von Alicante entfernte Novelda durch das Tal des Vinalopó auf der Autobahn Alicante-Madrid.

↑zurück↑



Onil

Karte: OnilDer fast 40 km von Alicante entfernte Ort Onil gilt als Wiege der spanischen Puppenproduktion und ist damit im sogenannten "Spielzeugtal", im Valle de los Juguettes mit den Orten Ibi, Tibi und Castalla der wichtigste Lieferant für Spielwaren. Hier steht auch die wichtigste Puppenfabrik Spaniens und neben der Spielwarenfabrikation haben sich noch artverwandte Firmen, wie zum Besipiel Metallgießereien im Ort Onil angesiedelt. Neben der Industrie gibt es hier noch landwirtschaftliche Flächen mit Oliven- und Mandelbämen und das in Onil hergestellte Olivenöl erfreut sich auch großer Beliebtheit.
Das bemerkenswereste Gebäude in Onil ist mit Sicherheit der Palast des Marqués de Dos Aguas, erbaut im Zeitraum eines Menschenalters von 1539-1614 im Stil einer viereckigen Burg mit vier Türmen, wovon einer als Kirchturm für die in den Palast integrierte, 1778 als Umbau der Palastkapelle errichteten Kirche von Onil dient. Ebenfalls sehenswert ist das 1687 fertiggestellte, von außen eher unscheinbare Kloster Convento de San Buenaventura der Franziskaner mit seinen Gemälden und Fresken. In und um Onil gibt es auch noch mehrere Kapellen, die Ermita de Santa Ana, de Montserrat, de la Virgen de la Salud und de San Antonio.

↑zurück↑


Orihuela

Karte: OrihuelaDer Bereich von Orihuela war schon in der Bronze- und Eisenzeit besiedelt. Durch die Römer wuchs dann die historische Bedeutung Orihuelas, da sie die Stadt im 6. Jhd. zur Hauptstadt der Provinz Aurariola machten, worauf der heutige Name Orihuela zurückzuführen ist. Danach kam eine Zeit der arabischen Emirate und Kalifate, die nach der Reconquista im 14. Jhd. ihr Ende fand, als der Bereich Orihuela dem Königreich von Aragón zugeordet wurde. Im Jahre 1737 wird von den nördlich gelegenen Gemeinden um Alicante dann die gleichnamige Provinz Alicante gebildet und es beginnt ein jahrhundertelanges Tauziehen zwischen dieser Provinz und der Provinz Murcia um die Zugehörigkeit Orihuelas, das zu Gunsten der Provinz Alicante endet. Noch zu erwähnen sind neben der Pest und der Cholera, die die Bevölkerung der Stadt im 17. und 18. Jhd. heimsuchten, zwei große Naturkatastrophen, die Orihuela betroffen haben. Am 21.03.1829 hat das sogenannte Erdbeben von Torrevieja auch große Teile Orihuelas beschädigt oder zerstört, darunter auch die Burg von Orihuela. Am 15.10.1879 kam es durch starke Regenfälle zu einer Flutkatastrophe entlang des durch Orihuela fließenden Rio Segura und zur Überflutung der städtischen Straßen bis zu einer Höhe von fast 4 m, wodurch etwa 300 Menschen ihr Leben verloren und ein unabschätzbarer Sachschaden entstand.
Die Sehenswürdigkeiten von Orihuela sind in der Hauptsache Sakralbauten, die zum Ausdruck bringen, daß Orihuela seit 400 Jahren Bischofssitz ist und eine Beschreibung von allen Gebäden würde den vorgesehenen Platz auf dieser Seite bei weitem sprengen, deshalb seien hier nur kurz einige erwähnt. Wer zum Beispiel einmal den Boden begehen will, den schon das wohl bekannteste Herrscherpaar Spaniens, Ferdinand und Isabella, 1488 betreten hat, sollte unbedingt die Kirche Iglesia de Santiago Apóstol besuchen, denn dort soll auf dem Weg zur Rückeroberung Granadas Hof gehalten worden sein. Noch zu erwähnen sind die zahlreichen Paläste der Altstadt von Orihuela, die Klöster, die weiteren Kirchen und Kapellen und das Colegio de Santo Domingo, die ursprüngliche Universität von Orihuela. Ebenso beachtenswert ist das schon von weitem auf halber Höhe des Monte de San Miguel sichtbare, gleichnamige Seminar aus dem 18. Jahrhundert.
Für Touristen hat Orihuela neben dem Besichtigungsprogramm noch zwei Sporthäfen, drei Golfplätze und einen gut erschlossenen Strandanteil am Mittelmeer anzubieten, an dem fast alle Arten von Wassersport möglich sind. Ebenfalls verfügt der Ort über ein sehr ausgedehntes Netz von Wanderwegen.
Zur Wirtschaft von Orihuela ist zu sagen, daß den Hauptanteil in der heutigen Zeit der Tourismus ausmacht, neben dem aber auch noch die traditionelle Landwirtschaft mit Gemüseanbau, Baumwolle und Zitrusfrüchten existiert und Mandel- und Olivenbäume kultiviert werden.
Die Anreise in das etwa 60 km von Alicante entfernte Orihuela erfolgt am besten über die Autobahn A-7 in Richtung Murcia/Cartagena.

↑zurück↑


Parcent

Karte: ParcentParcent ist ein etwa 85 km im Norden von Alicante gelegener, kleinerer Ort im Vall de Pop, der vom Massentourismus noch nicht so sehr berührt. Allerdings ist der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung des Ortes schon über 30 Prozent angestiegen, wovon der Großteil europäische Residenten sind. Trotzdem wird in Parcent an der landwirtschaftlichen Tradition festhalten. Hier gibt es Mandelbäume, Oliven, Johannisbrotbäume und Weinreben, deren Trauben traditionel zu Rosinen verarbeitet werden oder in flüssiger Form als Wein in den örtlichen Bodegas zu probieren sind.
Die Sehenswürdigkeiten in Parcent beschränken sich auf die Kirche Iglesia de la Purísima Cocepción, das Haus in dem der bekannte spanische Schriftsteller Gabriel Miró (1879-1930) gelebt hat, dem alten Waschplatz (Lavadero) und die Höhle Cueva del Chileno. Interessant für Wanderer ist die Gebirgslandschaft des Vall de Pop mit seinen Felsen und Quellen, insbesondere im Gebiet der Sierra del Carrascar und am Coll de Rates. Allerdings ist in diesem Gebiet vorsicht geboten, denn leider kommt es jedes Jahr zu Vorfällen, die den Einsatz des spanischen Zivilschutzes auslösen!
Zu Erreichen ist Parcent am einfachsten über die Autobahn AP-7, Ausfahrt Benissa, dann weiter auf der CV-750 in Richtung Jalon und in Richtung Alcalali oder über die N-332 bis Calpe und von dort aus Richtung Benissa-Jalon-Alcalali. Diese Strecke empfinde ich persönlich landschaftlich reizvoller, wie die Route über die Autobahn.

↑zurück↑


Pedreguer

Karte PedreguerEine sehr traditionelle Gemeinde direkt an der Autobahn AP-7, etwa 85 km von Alicante entfernt im Norden der Costa Blanca ,vom Tourismus noch nicht so stark berührt und wirtschaftlich mehr von  der Landwirtschaft, dem Handwerk und der Industrie geprägt, wobei die wichtigsten Sektoren in der Lederverarbeitung, der Möbelherstellung und der Baustoffindustrie zu finden sind.Die Geschichte des Ortes Pedreguer lässt sich sehr weit zurückverfolgen und es gibt archäologische Funde aus der Bronzezeit, der Iberer, Römer und Araber. Sehenswert in Pedreguer ist die Kirche Iglesia de la Santa Cruz, deren Ursprung auf das 15. Jhd. zurückgeht und die, wie so viele Kirchen der Costa Blanca, wahrscheinlich auf den Resten einer maurischen Moschee errichtet ist. Gebaut ist die Kirche in der klassischen lateinischen Kreuzform mit fünf Kapellen und bemerkenswert in dem Gebäude ist die 1997 von dem deutschen Orgelbauer Gerhard Grenzing installierte Orgel. Gegenüber der Kirche liegt auch noch das sehenswerte Gebäude „Porxens“. Am Stadtrand findet man die mehrfach restaurierte Kapelle Capilla del Santo Cristo del Calvario oder Capelleta de Sant Blai aus dem 18. Jhd., die zuletzt nach einem Brand 1998 wieder hergerichtet wurde. Auch einen Besuch wert sind die, auf dem Hügel Muntanyeta dels Molinets neben der Autobahn liegenden Ruinen von zwei Windmühlen aus dem Jahr 1850, datiert nach dem Stein im Türsturz der einen Mühle und die hinter der grösseren Mühle liegende, aus dem Felsen geschlagene Zisterne, die im Südwesten der Stadt gelegenen Reste der BurgCastellet de l'Ocaive aus dem 12.-15. Jahrhundert, die Höhlen Coves de les Migueles und die Schlucht Barranc de la Font mit ihren Quellen. Vorschläge für Wanderrouten zu diesen Zielen sind in deutsch, spanisch, englisch und französisch im Internet von der Gemeinde Pedreguer zusammengestellt.Auch noch zu erwähnen ist, daß jeden Sonntag von 8.00 Uhr – 14.00 Uhr im Industriegebiet an der Autobahn ein großer Straßenflohmarkt stattfindet.

↑zurück↑

 


 


Pego

Karte Pego

Fast 100 km von Alicante entfernt und über die Autobahn AP-7 oder die Nationalstrasse N-332 gut zu erreichen, liegt im Norden der Costa Blanca, etwas abseits der Küste die Stadt Pego zwischen den sie umgebenden Bergen und einer Moorlandschaft namens La Marjal, die den Ort gegen die Küste abgrenzt. Dort werden durch die Stadt Pego organisierte Bootstouren veranstaltet und hier wird heute, allerdings nur noch in geringen Massen, Reis angebaut. Die Wirtschaft Pegos stützt sich neben dem Reis hauptsächlich auf den Anbau von Zitrusfrüchten, vor allem die Kultivierung von Orangen.
In Pego empfiehlt sich ein Besuch des Stadtkerns mit einigen Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, die leider im spanischen Erbfolgekrieg Anfang des 18. Jhds. zerstört wurde, der Kirche Iglesia de la Asunción de Nuestra Señora aus dem 16. Jhd., die auf den Resten der früheren Kirche erbaut wurde, die wiederum über der früheren Moschee der Mauren errichtet wurde. In der Kirche gibt es ein sehenswertes Altarbild aus dem Jahr 1950 und weitere Kunstobjekte, die vorwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen. In der Nähe der Kirche findet man auch die Kapelle Capilla del Eccehomo aus dem 18. Jhd. und das Franziskanerkloster Convento de la Sagrada Familia. Ebenfalls sehenswert sind das Museum für moderne Kunst, das etnografische Museum der Stadt und die vielen Kapellen, die Pego umgeben, zum Beispiel die Ermita de San Antonio und die Ermita de San Miguel. Im Umland von Pego gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, wie die Ruinen der Burg Castillo de Ambra im Süden der Stadt in der Sierra de Médiadía. Eine maurische Burganlage aus dem 13. Jhd., die nicht als Herrschaftssitz von Grafen oder Baronen diente, sondern zum Schutz der umliegenden Landbevölkerung gebaut wurde.

↑zurück↑


Petrer

Karte Petrer40 km nordwestlich von Alicante direkt an der Autobahn Alicante-Madrid liegt der Ort Petrer, der, bedingt durch sein schnelles Wachstum im 20. Jhd., mit der Nachbargemeinde Elda direkt verbunden ist. Diese Doppelgemeinde ist heute mit über 85.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt der Comunidad Valenciana. Der Name des Ortes geht auf den römischen Namen „Villa Petrarium“ zurück und leitet sich wahrscheinlich von dem lateinischen Wort für steinig/felsig ab und wurde dann von den Arabern in „Batrir“ umgewandelt.
Die Wirtschaft von Petrer besteht in der Hauptsache aus über 200 Betrieben der Schuh- und Lederwarenproduktion. Weiterer Zweige sind die Baustoff-, die Lebensmittel- und Keramikindustrie und in geringerem Masse die Landwirtschaft.Burg von PetrerDie wichtigste und markanteste Sehenswürdigkeit des Ortes ist zweifelsohne die Burg im Nordosten der Stadt auf einem Hügel gelegen und schon von der Autobahn aus gut zu sehen. Erbaut Ende des 12. Jhd. von den Mauren, nach deren Vertreibung mitsamt dem Ort an die Grafen von Cocentaina verkauft und bis ins 18. Jhd. als Wohnsitz des Bürgermeisters von Petrer benutzt, wurde die Burg, nachdem sie vom Bischof von Orihuela an die Gemeinde Petrer abgetreten wurde, ab dem Jahr 1974 restauriert und nach 10 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auch besuchen sollte man den typischen, mittelalterlichen Stadtkern des Ortes im maurischen Stil mit bunten Häusern, verwinkelten Gassen, Steigungen und Treppen, um deren Erhalt und Restaurierung sich das Rathaus Petrers stark bemüht. Hier kann man auch das samstags und sonntags geöffnete archäologische und etnologische Museum der Stadt am Plaza de Baix 10 und die Kirche Iglesia de San Bartolomé, erbaut Ende des 18. Jhds. besuchen. Ebenfalls im Bereich Petrers liegen die Kapellen Ermita de San Bonifacio, ebenfalls aus der Mitte des 18. Jhds., die Ermita del Santísimo Cristo aus dem Jahre 1674, die Ermita de Catí aus dem 17. Jahrhundert und ein Äquadukt der maurischen Zeit aus dem 16. Jhd., das ebenso wie der alte Stausee von Pedrer einen Eindruck der mittelalterlichen Wasserwirtschaft der Araber vermittelt.
Mehr Informationen über Petrer gibt es im Internet über das Rathaus der Stadt in spanischer Sprache.

 DSC04750 DSC04751  DSC04753
 DSC04760  DSC04768  DSC04789

Mehr Fotos von Petrer finden Sie hier: Fotogalerie Petrer  

 

↑zurück↑


Pilar de la Horadada

Karte Pilar de la HoradadaDer südlichste Ort der Provinz Alicante, angrenzend an die Gemarkung von Murcia und etwa 70 km von Alicante entfernt, ist Pilar de la Horadada. Eine Gemeinde bestehend aus dem Ort selbst im Hinterland und den Ortsteilen Torre de la Horadada (La Torre) mit den jungen Urbanisationen Pueblo Latino und Victoria Playa, Mil Palmeras, El Mojón, Pinar de Campoverde (El Pinar) und Rebate.
Die Wirtschaft von Pilar war schon immer im Agrarbereich tätig und der Ort liefert Obst und Gemüse für den weltweiten Export. Allerdings hat sich mit der Zeit und mit der Bebauung der Küstenregion die Wirtschaft sehr stark in Richtung TourismusTorre de la Horadada verschoben.
Auch Pilar de la Horadada hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zum Beispiel das 1994 eröffneten Museum Gratiniano Baches für Archäologie und Etnologie, in der Strasse Calle Caretillas 19, welches in die fünf Bereiche Fossilien, Archäologie, Etnologie, Umwelt und Numismatik eingeteilt ist. Ebenfalls ansehen kann man sich die Kirche Iglesia de Nuestra Señora del Pilar, die römische Ausgrabungsstätte Thiar an der Via Augusta zwischen Elche und Cartagena, das Vogelschutzgebiet Sierra Escalona, den Naturpark Río Seco und den zum Schutz vor den Piraten Ende des 16. Jhd. an der Küste gebauten Wachturm, der in dem nach ihm benannten Stadtteil Torre de la Horadada liegt.
Erreichen kann man den Ort über die Autobahn AP-7 von Alicante in Richtung Cartagena oder über die Landstrasse N-332.

Weitere Informationen findet man im Internet über das Rathaus von Pilar de la Horadada.

↑zurück↑


Polop

Karte PolopEtwas über 50 km von Alicante entfernt, an der Straße von Benidorm nach Callosa de Ensarriá liegt der Ort Polop, ehemals Hauptstadt der Marina Baja und auch bekannt durch den spanischen Schriftsteller Gabriel Miró (1879-1930), der hier lebte.
Das früher hauptsächlich von dem Anbau von Oliven, Mandeln, Zitrusfrüchten und Mispeln lebende Polop vollzieht in den letzten Jahren einen starken Wandel hin zum Tourismus als Einnahmequelle. Eine Folge davon ist sicher auch die Verdopplung der Einwohnerzahlen zwischen 1900 und heute. 
Sehenswert in Polop ist der (geschlossene) alte Friedhof mit den darüber liegenden Resten der Burg von Polop aus dem 12. Jhd., die von den Mauren erbaut wurde. Ebenso das Museo del Alambre (Drahtmuseum) mit seinen Skulpturen und der Sótano Medieval mit einer Ausstellung von antiken Keramikgegenständen, altem Spielzeug, Werkzeug und Gebrauchsgegenständen. Desweiteren gibt es in Polop noch die aus dem 18. Jhd. stammende Kirche Iglesia de San Pedro und als wahrscheinlich wichtigste Sehenswürdigkeit einen Brunnen namens Font dels Xorrets mit 221 Wasserauslässen, an dem sich auch viele Leute ihr Trinkwasser für Zuhause holen.

 DSC04707DSC04712DSC04713DSC04717

↑zurück↑

   
© Christina & Jörg Kayser 2007-2017